Ratgeber

E1a und E1a-K einfach erklärt

E1, E1a, E1a-K – drei Formulare, die viele EPUs verwirren. Was der Unterschied ist, wann du welches brauchst und was Kennzahlen wie KZ 9230 bedeuten.

Stand: Mai 2026 Lesezeit: ca. 6 Min. Österreich
Kurze Antwort: Das Formular E1 ist die Haupterklärung. E1a ist die Beilage für Einnahmen-Ausgaben-Rechner (EPUs, Selbstständige). E1a-K ist eine vereinfachte Variante für Kleinunternehmer. Du brauchst immer E1 plus die passende Beilage.

Was ist der Unterschied zwischen E1, E1a und E1a-K?

Formular E1 – die Haupterklärung

Das Formular E1 ist die Einkommensteuererklärung für alle natürlichen Personen in Österreich. Es enthält persönliche Daten, Sonderausgaben, außergewöhnliche Belastungen und Verweise auf die zugehörigen Beilagen. E1 allein reicht für EPUs nicht – du brauchst zusätzlich eine Beilage für deine betrieblichen Einkünfte.

Beilage E1a – für Einnahmen-Ausgaben-Rechner

Die Beilage E1a ist für Selbstständige und Gewerbetreibende, die ihre Steuern nach der Einnahmen-Ausgaben-Rechnung (E-A-Rechnung) ermitteln. Das betrifft EPUs unterhalb der Buchführungsgrenze von 700.000 € Jahresumsatz (§ 189 UGB). In der E1a trägst du deine betrieblichen Einnahmen und Ausgaben nach Kennzahlen gegliedert ein.

Beilage E1a-K – für Kleinunternehmer

Die Beilage E1a-K ist eine vereinfachte Version für Kleinunternehmer im Sinne des § 6 Z 27 UStG – also für Unternehmer, die unterhalb der Umsatzsteuergrenze liegen und keine Umsatzsteuer verrechnen. Sie hat weniger Felder als die E1a.

Wichtig: Kleinunternehmer im umsatzsteuerlichen Sinn sind nicht automatisch von der Einkommensteuer befreit. Einkommensteuer und Umsatzsteuer sind zwei verschiedene Steuern mit unterschiedlichen Grenzen und Regeln.

Was ist die Einnahmen-Ausgaben-Rechnung?

Die Einnahmen-Ausgaben-Rechnung (E-A-Rechnung) ist eine vereinfachte Form der Gewinnermittlung. Im Gegensatz zur doppelten Buchführung gilt hier das Zu- und Abflussprinzip: Einnahmen zählen im Jahr des tatsächlichen Eingangs, Ausgaben im Jahr der tatsächlichen Zahlung – unabhängig vom Rechnungsdatum.

Das hat praktische Konsequenzen: Eine Rechnung vom 28. Dezember, die erst am 5. Jänner bezahlt wird, ist eine Ausgabe des Folgejahres. scantax erlaubt es, das E1a-Jahr pro Beleg manuell zu setzen.

Was bedeuten die Kennzahlen in der E1a?

Die E1a-Beilage ist in Kennzahlen (KZ) gegliedert. Die wichtigsten für EPUs:

  • KZ 9040 – Betriebseinnahmen (Erlöse aus Lieferungen und Leistungen, 20 % USt)
  • KZ 9050 – Betriebseinnahmen (10 % USt)
  • KZ 9060 – Betriebseinnahmen (0 % / Kleinunternehmer)
  • KZ 9230 – Betriebsausgaben (laufende Ausgaben mit Vorsteuerabzug)
  • KZ 9100 – Betriebsausgaben (ohne Vorsteuerabzug, z.B. KFZ-Kosten pauschal)
  • KZ 9110 – AfA (Absetzung für Abnutzung)

scantax weist jeden Beleg automatisch der passenden Kennzahl zu – du kannst diese Zuweisung jederzeit manuell korrigieren.

Hinweis: Das vollständige E1a-Formular enthält deutlich mehr Kennzahlen. Die hier gezeigten sind die häufigsten für einfache EPU-Fälle. Für deine konkrete Situation prüfe die Formulare auf bmf.gv.at.

Was kann Software leisten – und was nicht?

scantax hilft dir bei:

  • Laufender Belegerfassung und -strukturierung
  • Automatischer Erkennung von Betrag, Datum, Rechnungsart und Kennzahl
  • Vorausfüllen der E1a-Kennzahlen als Orientierung
  • Export eines vorausgefüllten E1a-PDFs

Was scantax nicht leisten kann:

  • Individuelle steuerliche Beratung oder Einordnung deiner Situation
  • Entscheidung, ob E1a oder E1a-K für dich passt
  • Prüfung von AfA-Tabellen, Privatanteilen oder Spezialtatbeständen
  • Einreichen der Erklärung in FinanzOnline
Empfehlung: Nutze scantax für die laufende Vorbereitung und übergib die strukturierten Unterlagen an deinen Steuerberater. Das spart Besprechungszeit und schafft Überblick.
Disclaimer: Dieser Ratgeber dient der allgemeinen Orientierung und ersetzt keine steuerliche Beratung. Kennzahlen und Formulare können sich durch Gesetzesänderungen verändern – bitte auf bmf.gv.at prüfen. Stand: Mai 2026.