Was ist der Unterschied zwischen E1, E1a und E1a-K?
Formular E1 – die Haupterklärung
Das Formular E1 ist die Einkommensteuererklärung für alle natürlichen Personen in Österreich. Es enthält persönliche Daten, Sonderausgaben, außergewöhnliche Belastungen und Verweise auf die zugehörigen Beilagen. E1 allein reicht für EPUs nicht – du brauchst zusätzlich eine Beilage für deine betrieblichen Einkünfte.
Beilage E1a – für Einnahmen-Ausgaben-Rechner
Die Beilage E1a ist für Selbstständige und Gewerbetreibende, die ihre Steuern nach der Einnahmen-Ausgaben-Rechnung (E-A-Rechnung) ermitteln. Das betrifft EPUs, solange keine Buchführungspflicht besteht (Umsatzgrenzen nach § 189 UGB bzw. § 125 BAO; freie Berufe sind von der unternehmensrechtlichen Rechnungslegungspflicht ausgenommen). In der E1a trägst du deine betrieblichen Einnahmen und Ausgaben nach Kennzahlen gegliedert ein.
Beilage E1a-K – vor allem für die Kleinunternehmerpauschalierung
Die Beilage E1a-K kann statt der E1a verwendet werden, insbesondere wenn der Gewinn ausschließlich mit der Kleinunternehmerpauschalierung nach § 17 Abs. 3a EStG ermittelt wird. Dabei werden die Betriebsausgaben nicht einzeln angesetzt, sondern pauschal: 45 % der Betriebseinnahmen, bei Dienstleistungsbetrieben 20 %. Voraussetzung ist unter anderem, dass der Umsatz die Kleinunternehmergrenze von 55.000 € nicht überschreitet. Die E1a-K hat weniger Felder als die E1a.
Was ist die Einnahmen-Ausgaben-Rechnung?
Die Einnahmen-Ausgaben-Rechnung (E-A-Rechnung) ist eine vereinfachte Form der Gewinnermittlung. Im Gegensatz zur doppelten Buchführung gilt hier das Zu- und Abflussprinzip: Einnahmen zählen im Jahr des tatsächlichen Eingangs, Ausgaben im Jahr der tatsächlichen Zahlung – unabhängig vom Rechnungsdatum.
Das hat praktische Konsequenzen: Eine Rechnung vom 28. Dezember, die erst am 5. Jänner bezahlt wird, ist eine Ausgabe des Folgejahres. scantax erlaubt es, das E1a-Jahr pro Beleg manuell zu setzen.
Was bedeuten die Kennzahlen in der E1a?
Die E1a-Beilage ist in Kennzahlen (KZ) gegliedert. Die Einnahmen werden dabei nicht nach Umsatzsteuersätzen aufgeteilt, sondern nach ihrer Art. Häufige Kennzahlen für EPUs:
- KZ 9040 – Betriebseinnahmen (Erlöse aus Lieferungen und Leistungen)
- KZ 9050 – Betriebseinnahmen, die in einer Mitteilung nach § 109a EStG erfasst sind
- KZ 9100 – Waren, Rohstoffe, Hilfsstoffe
- KZ 9110 – Beigestelltes Personal und Fremdleistungen
- KZ 9120 – Ausgaben für eigenes Personal
- KZ 9130 – Abschreibungen auf das Anlagevermögen (AfA, geringwertige Wirtschaftsgüter)
- KZ 9160 – Fahrtkosten (tatsächliche Kfz-Kosten, Kilometergelder, Tages- und Nächtigungsgelder)
- KZ 9225 – Eigene Pflichtversicherungsbeiträge (z. B. SVS)
- KZ 9230 – Übrige Betriebsausgaben, die keiner anderen Kennzahl zugeordnet sind
scantax weist jeden Beleg automatisch der passenden Kennzahl zu – du kannst diese Zuweisung jederzeit manuell korrigieren.
Was kann Software leisten – und was nicht?
scantax hilft dir bei:
- Laufender Belegerfassung und -strukturierung
- Automatischer Erkennung von Betrag, Datum, Rechnungsart und Kennzahl
- Vorausfüllen der E1a-Kennzahlen als Orientierung
- Export eines vorausgefüllten E1a-PDFs
Was scantax nicht leisten kann:
- Individuelle steuerliche Beratung oder Einordnung deiner Situation
- Entscheidung, ob E1a oder E1a-K für dich passt
- Prüfung von AfA-Tabellen, Privatanteilen oder Spezialtatbeständen
- Einreichen der Erklärung in FinanzOnline